Als ich klein war, war ich so drei Jahre alt. Ich spielte im Hof mit einem Jungen namens Wowa. Wowa hat ein Ziegelsteinchen gefunden und mir diesen auf den Kopf geschmissen. Ich hab eine Platzwunde bekommen und bin mit kindlichem Gekreische zu meinen Eltern gelaufen. Meine Mutter hat sich erschrocken und wollte den Jungen finden und zur Rede stellen, aber mein Vater sagte zu ihr, sie solle sich nicht einmischen, da ich mich selbst damit auseinander setzen soll. Nun kann ich mich daran nicht mehr erinnern, wie ich mich damit auseinander gesetzt habe, aber seitdem hab ich mich nie wieder beschwert und mich daran gewöhnt meine Probleme selbst zu löse

Und als ich so zwei war, wurde ich zu meiner Oma ins Kirowogradskaja Gebiet gebracht. Sie hatte einen Hund namens Tobik und zu der Zeit waren wir von der selben Größe. Tobik kam zu mir und hat mich an der Stirn gebissen. Vielleicht hab ich ihn beleidigt und er hat sich verteidigt, ich kann mich daran nicht erinnern. Aber geschrien hab ich lauthals!!! Von da an habe ich oft auf den Kopf gekriegt, mal war ein Pfosten im Weg, mal der Ellbogen eines Stuntman oder die Tür eines Autos. Dadurch ist das in meinem Kopf, was auch immer das ist, in Form geblieben!

 

 

Aus ganz nachvollziehbaren Gründen wollte ich als Kind eine Ärztin werden. Aber dann habe ich es mir anders überlegt. Keine Ahnung warum, ich hab mich entschieden Regisseurin zu werden. Was ich nicht alles gemacht habe, wie zum Beispiel im Puppentheater zu arbeiteten, alles mögliche für das Fernsehen zu machen, aber geträumt habe ich immer vom grossen Kino. Aus dem Grund schrieb ich mich in Kiewer "Kulek" (Kiewer Nationale Universität für Kunst und Kultur) ein, war schlau genug sie zu schaffen, und zog voller Hoffnungen nach Moskau.

In Moskau wurden zu der Zeit die Werke stillgelegt und wenn man blind in die Menge gespuckt hat, hat man entweder einen Fotografen, einen Designer oder einen Regisseur getroffen. Dann musste ich wieder lernen gehen. Die "WKSR" (Höhere Kurse für Drehbuchautoren und Filmregisseure) waren lehrreich, interessant und lustig. Da habe ich "Pjatnaschki" gemacht. Dieser Film wurde ehrlich gesagt nicht Mal als eine Studienarbeit angerechnet, dafür hat er mich zu mehr als fünfzehn Filmfestspielen in der ganzen Welt gebracht. Danach gab es noch ein paar Kurzfime, eine Theater-Produktion und dann fällt mir ein Kinofilm fast buchstäblich auf den Kopf. Und dann noch über Taucher. Wenn reinschlittern, dann richtig!